Neues Kapitel im Streit zwischen Micro und Artega – Artega wird sich mit allen juristischen Mitteln gegen jüngste Entscheidung des Landgerichts München wehren

  • Micro erwirkt überraschend einstweilige Verfügung gegen Elektro-Stadtfahrzeug Artega Karo
  • Fortgesetzte Wettbewerbsbehinderung durch schweizer Konkurrenten Micro
  • Artega setzt Vorbereitungen zur Serienfertigung des Kultmobils nach erfolgreicher IAA-Pr?sentation fort und prüft Design?nderungen

Delbrück, den 02. Oktober 2019 – V?llig überraschend hat das Landgericht München auf Antrag der Micro Mobility Systems AG (Küsnacht, Schweiz) ohne Begründung eine einstweilige Verfügung gegen das neue Elektro-Stadtfahrzeug Karo von Artega erlassen. Bis auf weiteres darf Artega den Karo in der kürzlich auf der IAA in Frankfurt gezeigten Version nicht vermarkten. Artega wird sich mit allen juristischen Mitteln gegen diese vorl?ufige Entscheidung zur Wehr setzen, um seine Kunden baldm?glichst beliefern zu k?nnen. Die Vorbereitungen zur Serienfertigung des elektrischen Stadtflitzers im Isetta-Style Karo werden fortgeführt, auch wenn das Seriendesign ggf. noch einmal angepasst wird.

?Wir k?nnen die vorl?ufige Entscheidung des Landgerichts nicht nachvollziehen. Merkwürdig ist auch, dass die Verfügung in den Medien schon am vergangenen Freitag pr?sent war, uns aber erst heute zugestellt wurde. Noch im Vorverfahren hatte dasselbe Gericht im Juli festgestellt, dass der Microlino von Micro im Wesentlichen Merkmale der 50er-Jahre Isetta aufnimmt und keine schutzwürdige sogenannte wettbewerbliche Eigenart aufweist“, sagt Klaus Dieter Frers, Gesch?ftsführer von Artega.

Das OLG München hatte dann im August ohne neue Argumente der Gegenseite in einem noch nicht abgeschlossenen Verfahren dem Microlino vorl?ufig die wettbewerbliche Eigenart zugebilligt. Artega h?lt dieses Urteil für falsch, hat aber daraufhin den Wortlaut des OLG-Urteils sorgf?ltig analysiert und das Design des Karo so ge?ndert, dass dieser sich sehr deutlich von der Optik des Microlino entfernt hat. Der Karo ist optisch wesentlich st?rker an das Vorbild Isetta gerückt als der modernere Microlino und hat eine komplett andere Seiten- und Heckoptik, was bei den Fachbesuchern der IAA auf sehr positive Reaktionen stie?.

Auf die gro?e Messeresonanz am Artega-Stand hat Micro reagiert und abermals die Gerichte angerufen, um den sich abzeichnenden Erfolg des ungeliebten Konkurrenten weiter zu behindern. Damit setzt sich fort, was im Frühjahr dieses Jahres begann, als Micro zur Kenntnis nehmen musste, dass der zwischen der italienischen Firma TMI Spa. (heute: Artega International Srl.) und der Micro Mobility Systems AG im Jahr 2016 geschlossene Kooperationsvertrag zur Entwicklung und Vermarktung des Microlino diverse Klauseln enthielt, die kartellrechtlich nichtig sind. Alleiniger Entwickler und Produzent des Microlino ist Artega International, w?hrend Micro keine eigenen technischen Entwicklungsleistungen beigetragen hat und auch nicht beitragen konnte.

?Micro hatte sich von TMI vertraglich nach Gutsherrenart exklusive Vertriebsrechte zusichern lassen, die mit europ?ischem Kartellrecht nicht vereinbar sind“, erl?utert Klaus Dieter Frers. Durch den Wegfall der nichtigen Klauseln habe Artega International automatisch die gleichen europ?ischen Vertriebsrechte am Entwicklungsergebnis, das wegen der 50:50 Kostenverteilung beiden Vertragsparteien gemeinsam zustehe. Artega International hat das Kartell beendet und die zust?ndigen Kartellbeh?rden in verschiedenen europ?ischen L?ndern sowie die EU-Kommission darüber informiert.

Als Micro im November 2018 erfuhr, dass die Artega GmbH TMI erworben hatte, sah man nach mehr als zwei Jahren Entwicklung ohne fertiges Fahrzeug in Artega noch den ?Retter in der Not“. Originalzitat Wim Ouboter, Chef von Micro, von damals: ?Da sieht man, dass Profis am Werk sind!“

Erst als den Eigentümern von Micro klar wurde, dass sie beim Abfassen des Vertrags mit TMI schwere rechtliche Fehler begangen hatten, wendete sich das Blatt gegen Artega. Es begann eine beispiellose Social-Media-Hetzkampagne mit ?Fake News“ und dem Schüren von Verschw?rungstheorien. Die viel gr??ere technische Expertise von Artega wurde pl?tzlich in Zweifel gezogen. M?ngel an Vorserienfahrzeugen, die noch aus der Zeit vor dem Erwerb durch Artega stammten, wurden Artega angedichtet und als Argument dafür missbraucht, warum sich der Lieferbeginn verz?gerte. Tats?chlich hatte Micro gegenüber seinen Kunden Versprechungen gemacht, die v?llig unrealistisch waren.

Die Kampagne gegen Artega gipfelte in dem Vorwurf, dass Artega angeblich bereits im November 2018, also noch vor dem Kauf von TMI, die Domain ?karolino.ch“ reserviert haben soll. Unter der Bezeichnung Karolino sollte der Artega Karo ursprünglich auf den Markt kommen. Micro sah darin den Beweis, dass es Artega von vornherein darauf abgesehen habe, Micro den Microlino zu stehlen. Tats?chlich konnte Artega im OLG-Verfahren eindeutig nachweisen, dass die Domain erst im April 2019 von ihr reserviert worden war; die frühere Reservierung kam in Wirklichkeit von einem schweizer Gebrauchtwagenh?ndler. Micro hat die falsche Anschuldigung jedoch nie ?ffentlich zurückgenommen, so dass sich im Internet der Vorwurf des vors?tzlichen geistigen Diebstahls h?lt.

?Der Zweck dieser Rufmordkampagne ist klar: Artega ist nunmehr ein Wettbewerber, der mit allen, auch unlauteren Mitteln daran gehindert werden soll, Micro Kunden wegzuschnappen“, sagt Klaus Frers. Micro will nach eigener Aussage zu einem anderen Lieferanten wechseln, der aber aus Sicht von Artega wohl erst in eineinhalb Jahren liefern kann. ?Den zeitlichen Vorsprung von Artega will Micro verkürzen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht“, so Frers weiter.

?Hinter der Maske der netten Vorzeigefamilie aus der Schweiz, die eine tolle Idee hatte und jetzt angeblich von einem h?sslichen deutschen Industriellen betrogen wird, steckt ein durchschaubares Kalkül“, führt Frers ernüchtert aus. ?Wenn man wei?, dass seit Wochen von beiden Seiten Entwürfe für eine Vereinbarung zur Beendigung des Streits vorliegen, die sich nur marginal unterscheiden, wird jedem klar, was hier gespielt wird. Micro will sich in eine bessere Position für die laufenden Verhandlungen bringen.“

Aufgrund der vertraglichen Lage ist Micro auf das Einverst?ndnis von Artega angewiesen, wenn Micro einen alternativen Lieferanten einschalten will. ?Mit dem aktuellen Vorgehen ist Micro einen Schritt zu weit gegangen und gef?hrdet die zeitnah m?gliche Einigung“, so Frers. ?Ohne ein Entgegenkommen von Micro werden wir rechtliche Schritte einleiten, die eine Vermarktung des Microlino aus anderer Quelle unm?glich machen, weil damit die Rechte von Artega an der Konstruktion verletzt würden. Noch ist die Tür für eine Einigung allerdings offen.“


Statement der Artega-Gesch?ftsleitung zur Entscheidung des OLG München (Az. 29 W 866/19)

Das LG München hat im Juli 2019 in erster Instanz in einem von der Micro Mobility Systems AG angestrengten Verfahren einstweiligen Rechtsschutz gegen das Bewerben und Vermarkten des Karolinos durch Artega wegen mangelnder Eigenart und fehlender Bekanntheit des Microlinos rundweg abgelehnt. Das OLG München hat am 22. August 2019 in diesem einstweiligen Rechtschutz-Verfahren überraschend diametral anders entschieden und bis zum Abschluss eines sp?teren Hauptsacheverfahrens entschieden, dass Artega den Karolino nicht bewerben und vermarkten darf, sofern er wie die von Micro angegriffene Vorserienversion des Microlinos aussieht.

Aus Sicht von Artega hat die Entscheidung des OLG München keine Auswirkungen auf den geplanten Karolino, da dieser ohnehin - wie immer geplant - deutlich vom Vorseriendesign des Microlinos abweichen wird. Pressemeldungen, nachdem der OLG-Beschluss einem Verbot des Karolinos entspr?che, entbehren deshalb genauso jeglicher Grundlage wie die Schlussfolgerung, dass eine IAA-Teilnahme von Artega nicht m?glich sei.

Die juristische Auseinandersetzung zwischen den Parteien hat ihren Ursprung in kartellrechtswidrigen vertrieblichen Regelungen des 2016 zwischen Tecno Meccanica Imola Spa. (TMI, heute ein Tochterunternehmen der Artega GmbH) und der Micro Mobility Systems AG abgeschlossenen Kooperationsvertrages zur Entwicklung, Produktion und Vermarktung des Microlinos. TMI hat das Kartell beendet und Micro sowie das Bundeskartellamt entsprechend informiert.

Artega ist daran interessiert, die Kooperation zur Herstellung des Microlinos mit Micro fortzusetzen und hat Micro entsprechende Vorschl?ge unterbreitet. Mit Rücksicht auf laufende Gespr?che m?chten wir mit weiteren Ver?ffentlichungen bzgl. unseres Karolinos noch etwas warten.



über die Artega GmbH

Die Artega GmbH ist ein deutscher Hersteller für Elektro-Sportwagen mit Sitz in Delbrück. Artega hat stets ein Ziel im Blick: intelligente Mobilit?t der Zukunft.

Ausgangspunkt der Firmengeschichte war der deutsche Sportwagen Artega GT, von dem 153 Exemplare hergestellt worden sind und der in Fachkreisen und bei Autoliebhabern nach wie vor für positive Resonanz sorgt. Mit dem aktuellen Projekt des Sportwagens Scalo schl?gt das Unternehmen ein neues Kapitel in der Elektromobilit?t auf. Ein erster fahrbarer Prototyp dieses Autos wird ebenfalls auf der IAA im September vorgestellt.

Eigentümer ist die Familie Frers, Gesch?ftsführer Klaus Dieter Frers, der seit über 30 Jahren in der Autozuliefererindustrie t?tig ist. Klaus Dieter Frers ist der Ur-Ur-Ur-Enkel des Erfinders des Elektroautos, Christopher Becker. Dieser hat 1835 ein Fahrzeug entwickelt, das von einem Elektromotor angetrieben wurde und heute als erster Schritt zum Elektroauto gilt. Artega führt diese Tradition fort.

 

Der Artega Scalo Superelletra

über Artega 

Dem führenden Marktforschungsinstitut GfK zufolge steht Artega für hohe Qualit?t, besonderes Design und sportliche H?chstleistung. 

Diese Charakterisierung ist die Basis für Artegas Fahrzeuge, die von einem Team von Ingenieuren, die die Kunst des Sportwagenbaus beherrschen, mit Leidenschaft und Inspiration geschaffen werden. Ihre Kunden suchen nach exzellenter Fahrdynamik, Exklusivit?t und ?etwas Speziellem“. Bei Artega bekommen sie diese Exklusivit?t kombiniert mit dem neuesten Stand der Technik. 

Die Geschichte begann 2009 mit dem ursprünglichen Artega Sportwagen. Einem komplett neuen zweisitzigem GT, angetrieben von einem VW V6-Motor, mit wundersch?nen Linien und dramatischen Proportionen. 

Der Eigentümer und Gesch?ftsführer von Artega, Klaus Frers, ist der Ur-Ur-Ur-Enkel des Erfinders des Elektroautos, Christopher Becker, der das erste elektrische Fahrzeug 1835 entwickelte. Es ist da nur konsequent, dass sich Artega entschlossen hat, die Elektromobilit?t weiterzuentwickeln. 

2015 wurde die elektrische Version des Artega GTs gezeigt, die von zwei HochleistungsElektromotoren im Heck angetrieben wurde. Der Name war Scalo nach einem siegreichen westf?lischen Hengst gleichen Namens. Dieses Konzeptfahrzeug war die Wurzel für ein weiterentwickeltes Modell mit viel mehr Leistung, gr??erer Performance und noch gr??erer Reichweite. Die Zielreichweite war 500 km. 

Nachdem sich Artega nunmehr Elektrofahrzeugen widmet, wurden Benzinmotoren aufgegeben; Artega will den Wechsel zur Elektromobilit?t auch im Bereich der Supersportwagen unterstützen. Infolgedessen hat Artega das Know-how, die Produktionslinie und die Werkzeuge des Artega GTs an die US-Firma Saleen ver?u?ert, die das Fahrzeug mit verschiedenen Motoren und unter eigener Marke in China bauen m?chte. 

Der Fokus von Artega liegt in der Produktion exklusiver Fahrzeuge, die gro?artiges Aussehen, atemberaubende Fahrleistungen, Luxus und Praktikabilit?t für Kunden mit einem einzigartigen Lebensstil verk?rpern. Das Ziel ist es, der alternative deutsche Supersportwagen-Hersteller zu werden, der Hochleistungsfahrzeuge für den Alltagsgebrauch anbietet mit einem Fahrzeug an der Spitze des Marktsegments. 

Artega will mit der Einführung des Scalo Superelletra die Welt der Sportwagen bereichern, basierend auf einer bew?hrten und qualifizierten Mannschaft in Delbrück (Deutschland), einem internationalen Netzwerk von erfahrenen Lieferanten und signifikantem Kapital aus dem Verkauf der GT-Assets. 

Hei?en Sie Scalo Superelletra willkommen, der vom renommierten italienischen Designhaus Touring Superleggera gezeichnet wurde. Der Name ?Superelletra“ ist ein Wortspiel aus den italienischen W?rtern für superleicht (superleggera) und elektrisch (elletro). 

 

Formel-Feeling pur im Dreisitzer
Artega Scalo Superelletra

  • Ultimatives Fahrerlebnis – Cockpit umschlie?t den mittig sitzenden Fahrer
  • Innovation – Neuartige Displays im Rückspiegel-Look
  • High Tech – Gebogene OLED Touch-Displays der neuesten Generation
  • Ergonomie – Alltagtauglichkeit durch einfachstes Ein- und Aussteigen

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